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Methoden der Entwöhnung

Im Laufe der vielen Jahre unserer praktischen Erfahrung in unseren Raucherentwöhnungskursen sind zahlreiche Methoden auf den Markt gekommen und insbesondere durch Anzeigenkampagnen bekannt gemacht worden. So gibt es von Seiten der Pharmaindustrie Raucherpflaster, Raucherkaugummis, Rauchertabletten, Nikotinsprays usw. Von Seiten von Therapeuten werden Verhaltenstherapie, autogenes Training, Hypnose, Akupunktur usw. angeboten.

 

Die Produkte der Pharmaindustrie bergen neben ihren begrenzten Wirkungen (s.u.) mitunter erhebliche Risiken: Die Gabe solcher Nikotinersatzstoffe bei gleichzeitigem Zigarettenkonsum kann zu Nikotinvergiftungen führen, es gibt Probleme bei zu hohen oder zu niedrigen Einzeldosen und mangelhafte Wirksamkeit bei Anwendung über den Wirkzeitraum hinaus. Generell verboten sind Nikotinersatzstoffe bei Angina pectoris, kurz nach Herzinfarkt oder Schlaganfall oder bei schweren Herzrhythmusstörungen, aber sind natürlich auch möglicherweise schädlich in der Schwangerschaft, Stillzeit oder bei Magendarmerkrankungen.

Wir in unserer Praxis stellen unsere Vorgehensweise individuell auf den einzelnen Patienten/in ab. So ist es nämlich auch von Bedeutung wann er/sie raucht, was er/sie raucht und wie viel er /sie raucht und wie sein/ihr soziales Umfeld und sein/ihr Arbeitsplatz gestaltet sind. In den meisten Fällen wählen wir eine Kombination aus chinesischer Körperakupunktur, europäischer Ohrakupunktur und einer in Deutschland zugelassenen Entwöhnungstablette. Zusätzlich erlernt der Patient/in je nach den Gegebenheiten aber auch Elemente der Verhaltenstherapie und des einfachen autogenen Trainings. Entsprechende Gespräche werden bei der Planung des Vorgehens geführt sowie bei insgesamt 10 bis 15 weiteren Terminen in der Praxis. Meist gelingt es uns schon nach ein bis zwei Wochen auf die Tablette zu verzichten (obwohl laut Herstellerangaben 7 bis 9 Wochen geplant sind) um die Therapie nur mit der Akupunktur allein fortzuführen. Tablette und Akupunktur werden kurz vor dem eigentlichen Entwöhnungstermin begonnen, in den ersten Tagen ohne Nikotin besonders intensiv durchgeführt, in der folgenden Phase dann weniger eingesetzt, dann wird die Akupunktur beim Ausschleichen der Tabletten nochmals intensiviert oder in Situationen, in denen ein Rückfall drohen könnte. So beginnen wir mit fast täglichen Akupunktursitzungen, die nachher nur noch einmal im Monat stattfinden.

 

- Fortsetzung -

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